23.10.24 –
Über 40.000 Menschen leben in unserer Stadt. Erwachsene und Kinder haben inner- und außerstädtische Ziele. Dazu kommen Menschen, die von Filderstadt, Waldenbuch und Steinenbronn durch unsere Stadt müssen, um zu Schulen, Universitäten und Arbeitsplätzen zu gelangen. Unsere Hauptstraßen in Leinfelden und Echterdingen sind täglich verstopft. Wir verstehen, dass viele Menschen den Wunsch haben, mit einer Umgehungsstraße alle Probleme lösen zu können. Ist die Nord-Süd-Straße diese Lösung?
Wir Grünen sagen weiterhin „nein“ zur Nord-Süd-Straße. Nach der Einbringung des kommenden Doppelhaushaltes am vergangenen Dienstag wird deutlich, dass wir uns eigentlich nur noch den absoluten Pflichtaufgaben zuwenden können. Wir meinen, dass ein Neubau einer Straße kein Grund sein darf, teure Kredite aufzunehmen. Dennoch erkennen wir das Problem und haben Ansätze zur Lösung.
Ein massiv ausgebauter Radverkehr kann einen erheblichen Anteil der - insbesondere urbanen - Verkehrsleistung vom Autoverkehr übernehmen. Laut Studien sind 50% aller heute in Deutschland mit dem Auto zurückgelegten Wege unter 5 Kilometer lang. 70% der „Autowege“ sind unter 10 Kilometer lang. Dies sind hervorragend mit dem Fahrrad zu leistende Entfernungen, insbesondere bei einer verstärkten Nutzung des Pedelecs (E-Bikes).
Es ist richtig und wichtig, dass Radverkehre von Autoverkehren getrennt werden. Zu oft gibt es Konflikte und die Rufe nach baulich getrennten Radwegen werden immer lauter. Autos haben auf den Hauptstraßen nach unserer Vorstellung absoluten Vorrang. Es gibt eine klare Fahrbahn für Autos, LKW und Busse. Ohne Störungen von Fußgängern oder Radelnden. Weil der Platz nicht reicht, können an den „Hauptstraßen“ keine Radwege baulich getrennt erstellt werden.
In den Wohngebieten können Fahrradstraßen Lösungen sein. Anlieger fahren dort weiterhin mit ihrem PKW, der Durchgangsverkehr wird aber ausgeschlossen. Dabei muss die Wegweisung für den Radverkehr durchgängig, einheitlich, informativ und schon aus ausreichender Entfernung gut lesbar sein.
Bei all dem Stau in Echterdingen und Leinfelden „schimpfen“ wir oft auf den Durchgangsverkehr aus Steinenbronn und Waldenbuch. Dieser Verkehr lässt sich nicht so leicht verändern. Aber wir können den innerstädtischen Verkehr beeinflussen: Wenn „unsichere“ Radelnde durch klare Führungen sicherer werden und wenn Kinder und Jugendliche bestens markierte Schulwege vorfinden, vermeiden wir (Eltern-) Taxis und bestärken den Drang nach selbständiger Mobilität - ohne Auto.
Kategorie
Fahrrad | Radverkehr | Straßenbau | Verkehr
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