BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Leinfelden-Echterdingen

Klimaschutzkonzept – wir hätten mehr erwartet

Während andere Kommunen bereits mit einem fertigen Klimaschutzkonzept arbeiten, wurde in den Ausführungen des städtischen Klimaschutzmanagers Robin Hecker deutlich: Wir stehen am Anfang!

07.05.2022 – von Edel Reichle-Kanthak –

Während andere Kommunen bereits mit einem fertigen Klimaschutzkonzept arbeiten, wurde in den Ausführungen des städtischen Klimaschutzmanagers Robin Hecker deutlich: Wir stehen am Anfang! Dabei hatte die Stadt bereits 2010 ein Klimaschutzkonzept erstellen lassen. Größtenteils verschwand dies in der Schublade. Von 33 festgelegten Maßnahmen wurden lediglich 8 umgesetzt. Anscheinend fehlte es an der Konkretisierung der Maßnahmen sowie an geregelten Zuständigkeiten für einzelne Maßnahmen in der Verwaltung.

Ehrlicherweise muss aber auch gesagt werden, dass es von Seiten der Politik bei Nachfragen blieb. Um so schmerzlicher wird uns nun bewusst: es ist nicht viel passiert, um dem Klimaschutzziel, unsere Kommune 2040 klimaneutral zu machen, nachzukommen. Wenn wir unseren Teil zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens beitragen wollen (Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad), dann müssen wir zügig handeln. Wir haben nicht mehr viel Zeit, wenn wir der nächsten Generation keine Erde überlassen wollen, die nicht mehr lebenswert ist.

Die Einstellung des Klimaschutzmanagers vor einem Jahr hat uns hoffen lassen, dass es im Bereich Klimaschutz endlich vorangehen könnte. Dem Klimaschutzmanager kommt eine zentrale strategische Rolle in der Erarbeitung und Umsetzung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes zu. Wir bezweifeln nicht, dass es wichtig und notwendig ist, mit einer guten Analyse ins Thema einzusteigen und zusammenzutragen, was bisher dann doch schon umgesetzt bzw. in Angriff genommen wurde. Immerhin: wir haben ein Mobilitäts- und ein Parkraumkonzept.

Grundsätzlich aber ist die Entwicklungsrichtung nicht so schwer zu bestimmen. Konkrete Maßnahmen liegen doch auf der Hand. Den Gemeinderat und die Bevölkerung mitzunehmen, halten wir für notwendig, aber wir fragen uns, warum dies nicht schon lange geschehen ist.

Der Krieg in der Ukraine zeigt deutlich, dass fossile Energien längst überholt sind. Das trifft auch unsere Stadtwerke, und damit unsere kommunale Wärmeplanung. Auch der Ausbau von Photovoltaik und E-Ladesäulen geht unserer Meinung nach viel zu schleppend voran. Klimaschutz geht uns alle an. Den Großteil an CO2 Emissionen (70%) verursachen private Haushalte. Deshalb brauchen wir eine intensive Beratung und Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger, um die Energiewende zu schaffen. Klimaschutz muss in allen Bereichen Priorität haben. Die neu gegründete Arbeitsgruppe wird sich sputen müssen!

Bericht der Filder-Zeitung über den Vortrag von Robin Hecker

Kategorie

Energiewende | Erneuerbare Energie | Gemeinderat | Klimaschutz

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