
09.04.2026 –
Kürzlich fand auf Anregung des Stadtseniorenrats eine städtebauliche Rundfahrt für ältere Menschen statt. Die Nachfragen an Oberbürgermeister Otto Ruppaner und Baubürgermeister Benjamin Dihm zeigten großes Interesse an den Bauprojekten der Stadt.
In den Gesprächen nach der Rundfahrt ging es dann häufig auch um die Frage des Wohnens im Alter. Die meisten älteren Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem Stadtteil, ihrer Wohnung, in ihrem Zuhause bleiben. Die Wohnberatung des Stadtseniorenrats gibt erste Hinweise zur altersgerechten barrierefreien Umgestaltung der eigenen Wohnung. Es hängt jedoch sehr davon ab, wie das Umfeld gestaltet ist. Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, ärztliche Versorgung, ambulante Pflege- und Hilfsangebote, barrierefreie Verkehrswege, Treffpunkte? Das sind wesentliche Punkte für die Stadtplanung. Ein wachsender Anteil älterer Menschen lebt allein. Passender Wohnraum ist nicht nur knapp, sondern wird zunehmend unbezahlbar. Oft ist dann die neue, kleinere Wohnung deutlich teurer als die zu groß gewordene alte. Bezahlbare Wohnungen für ältere Menschen könnten sehr dazu beitragen, Wohnraum z.B. für Familien freizumachen.
Aktuell beschäftigt sich der Stadtseniorenrat wieder intensiv mit dem Thema Wohnen für ältere Menschen. Während die einen gern im gewohnten Umfeld bleiben möchten, ziehen andere möglichst frühzeitig andere Wohnformen in Erwägung. Bei Exkursionen zu bestehenden Einrichtungen soll versucht werden, gute Ideen für unterschiedliche Wohnformen zu finden, die wir in unserer Stadt umsetzen könnten. Einige Ideen erschienen bereits bei der städtebaulichen Rundfahrt als naheliegend. Das Thema Wohnen für ältere Menschen ist vielfältiger geworden. Wo früher familiäre oder nachbarschaftliche Unterstützung selbstverständlich war, entstehen heute Lücken. Quartiere müssen deshalb stärker als soziale Lebensräume begriffen und gestaltet werden.
Es sollte möglich sein, in jedem Stadtteil unterschiedliche Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Auch Ansprechpartner direkt vor Ort wären eine gute Unterstützung. Wohnen für ältere Menschen kann nicht nur Pflegeheim bedeuten. Auch wenn ältere Menschen auf Hilfe angewiesen sind, ist der Erhalt der bisherigen sozialen Kontakte wichtig.
Betreutes Wohnen, Senioren- und Pflege- Wohngemeinschaften, Tagespflege und Mehrgenerationenhäuser sind Wohn- und Betreuungsformen, die zunehmend nachgefragt werden. Der Grünen-Fraktion ist es wichtig, die Wohn- und Unterstützungsbedürfnisse älterer Menschen bei allen städtebaulichen Plänen mitzudenken und einzufordern.
Kategorie
Wir befinden uns mitten im größten Angriff auf Klimaschutz und Ökologie, den jemals eine deutsche Bundesregierung gestartet hat. Die Koalition [...]
Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen [...]
Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle [...]