
13.09.2024 –
Die Sitzung des Sozialausschusses am 10. September stand ganz im Zeichen der Kinderbetreuung. Allem voran die kommende Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst. Das „Offenburger Modell“, ein ergänzendes Betreuungsangebot, soll schrittweise nun auch in manchen KiTas unserer Stadt eingeführt werden. Beim ersten Kindergartengesamtausschuss erstmals angesprochen, kommt es nun schnell von der Idee zur Umsetzung. Hierbei handelt es sich um eine Art Spielgruppe, für die weder Fachkräfte noch eine Betriebserlaubnis erforderlich ist. Eine verlässliche Betreuung steht für die meisten Eltern im Vordergrund. Dieses Modell hilft, die kritische Zeit im Ganztag von 14 bis 16 Uhr abzudecken. In immer mehr Einrichtungen kommt es an den Nachmittagen zu kurzfristigen Schließungen. Andere Städte machen bereits gute Erfahrungen mit dem Angebot der Malteser.
Wir Grünen sehen Spielgruppen in den Räumen der KiTas jedoch auch kritisch und eher als Kriseninstrument. Daher fordern wir weiterhin intensive Anstrengungen, gut ausgebildetes Fachpersonal zu finden, um den Ganztag flächendeckend und zuverlässig anbieten zu können. Schließlich ist die frühkindliche Bildung grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Trotzdem sehen wir auch die Vorteile. Nicht-Fachkräfte, die aus verschiedenen Gründen über die Malteser in die Arbeit am Kind einsteigen, können sich im besten Fall für eine Ausbildung zur Fachkraft entscheiden und werden Teil des städtischen Teams.
Wir Grünen regten in der Sitzung eine Zusammenarbeit mit den Maltesern im Hinblick auf das Wiedereinführen von Früh- und Spätdiensten an. Die Spielgruppen könnten dabei helfen, dass es je Stadtteil mindestens eine Einrichtung gibt, die ein Angebot von 7 bis 17 Uhr zuverlässig anbieten können.
Die Trägervielfalt in der Stadt hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Wir begrüßen, dass die nicht-städtischen Träger finanzielle Unterstützung erhalten, um die ersten erfolgreichen Maßnahmen der Stadt ebenfalls umsetzen zu können. Bspw. die Springkräfte, Büroassistenzen und das „Offenburger Modell“.
Besonders freuen wir uns, dass es in Oberaichen bald einen neuen TiagR (Tagespflege in anderen geeigneten Räumen) geben wird. Zum dritten mal in unserer Stadt tun sich zwei Tagesmütter zusammen und begleiten junge Kinder auf deren Weg. Gleichzeitig sorgen sie für eine sehr zuverlässige Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern. In den Räumen der ehemaligen Sparkasse spielen und lernen bald bis zu neun Krippenkinder, bis sie ab dem vierten Lebensjahr einen Platz im Kindergarten bekommen können. Durch die Möglichkeit des „Platzsharings“ könnten sogar bis zu 15 Kinder in einem TiagR zumindest an einigen Tagen einen Betreuungsplatz bekommen.
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