28.11.2025 –
Auch wenn unsere Haushaltslage dringende Einsparungen notwendig macht, müssen wir Pläne für die Zukunft machen. Einigkeit des gesamten Gemeinderats bestand darin, die Stadtbahnlinie U5 bis nach Echterdingen zu führen. Das ist kein Projekt, das in kurzer Zeit verwirklicht werden kann. Im Gemeinderat wurden jetzt die Weichen dafür gestellt, die U 5-Verlängerung bis nach Echterdingen weiterzuverfolgen. Das beinhaltet die Beauftragung der Stuttgarter Straßenbahn AG zur Erstellung der Planfeststellungsunterlagen, den Antrag auf Bundesförderung sowie die Suche nach einem Ingenieurbüro, das die Verlegung der Max-Lang-Straße planen soll. Sicher können wir nicht davon ausgehen, dass das Projekt schnell verwirklicht werden kann. Die bisher geschätzten Kosten belaufen sich auf 57 Mio. €. Der Ausbau des ÖPNV kann mit bis zu 85 % aus Bundes- und Landesmitteln gefördert werden.
Seit über vierzig Jahren wird darüber diskutiert, ob wir in LE eine Nord-Süd-Straße bauen. Jetzt wäre die Zeit dafür gekommen, dieses Projekt ad acta zu legen.
Wer immer noch an Straßen denkt, hat nicht begriffen, dass es so nicht weitergehen kann. Eine nachhaltige Lösung, um Staus zu bekämpfen, liegt nicht im Ausbau, sondern in der Verringerung des motorisierten Verkehrs. Damit weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind, braucht es attraktive Alternativen. Ein gut ausgebauter Nahverkehr, sichere Radwege, bezahlbare Car-Sharing-Angebote – und eine Stadtplanung, die kurze Wege ermöglicht. Es ist richtig, dass der Trend zu mehr Autos ungebrochen ist, aber ein Automatismus ist das nicht. Es ist unsere Entscheidung, was wir dafür ausgeben wollen.
Um die Ortsmitte von Echterdingen verkehrlich zu entlasten, braucht es bessere Lösungen als eine neue Straße. Der meiste Verkehr durch die Ortsmitte ist der sogenannte Ziel- und Quellverkehr, nicht der Durchgangsverkehr. Der wird bleiben, wenn sich Menschen nicht grundsätzlich entscheiden, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Untersuchungen zeigen, dass 90 % aller Entlastungsstraßen am Ende zu mehr Verkehr führen. Die Gründe sind einfach: Menschen, die vorher andere Routen benutzt haben, nutzen jetzt die bequemere. In unserem Fall könnte das auch bedeuten, dass die Nord-Süd-Straße die Stau-Umfahrung für die B27 sein könnte. Oder sie steigen wieder auf das Auto um, weil es wieder bequemer geht durch die neue Straße. Und weil neue Verkehrsadern geschaffen werden, wird es attraktiver, weiter weg zu wohnen.
weil sie schneller realisierbar, kostengünstiger, klimafreundlicher und zukunftsorientierter ist!
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Nord-Süd-Straße | ÖPNV | Straßenbau | U5 | Verkehr
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