23.01.23 –
Die Buchhandlung Seiffert ist schon zu. Ende Januar schließen Schreibwaren Kocher und Ayses Nähstube, im Sommer folgt die Bäckerei Donner - in Oberaichen und Leinfelden. Alle haben ihre eigenen Gründe aber alle haben gemeinsam, dass niemand das Geschäft übernehmen kann oder will. Sei es, dass die Miete zu hoch ist, oder dass es erst gar keine Interessierten gibt.
In der Lokalzeitung liest man fast jeden Tag von schließenden Geschäften im Landkreis oder der Landeshauptstadt. Leinfelden-Echterdingen steht also nicht alleine so da.
Leinfelden hat nur ein kleines Zentrum. Der Bereich vom Neuen Markt bis zur Silcher Straße hat Zentrums-Charakter, daneben gibt es Cluster von Geschäften und anderem in der Marktstraße, beim Kreisverkehr Stuttgarter/Rohrer Straße, in der Nähe des Rathauses in der Iris- und Geranienstraße und dann das Filder Einkaufs-Zentrum (FEZ) in Unteraichen und die Ecke Wilhelm-/Rohrer Straße in Oberaichen. Hinzu kommen die großen Märkte an der Maybachstraße. In Leinfelden einkaufen kann man fast nur, indem man mit dem Auto diese verschiedenen Stationen anfährt. Das ist eine schwere Altlast, die LE hier trägt.
Und nun soll an der Max-Lang-Straße ein neues Rathaus gebaut werden. Es ist dringend nötig, endlich den Beschäftigten der Stadtverwaltung ordentliche Arbeitsräume mit kurzen Wegen zu bieten. Nur so können wir erwarten, dass die Verwaltung effizienter wird. Aber was würde das für Leinfelden bedeuten? Ein weiterer Cluster? Ein neuer Boulevard vom Bahnhof bis zur Maybachstraße oder zum FEZ?
So entsteht kein Zentrum, keine Stadt, in der man gerne flaniert, im Straßencafé sitzt und die Vorübergehenden beobachtet. Hier sieht man nur Autos. Hier kauft man nicht gern ein, selbst in den Geschäften, deren Inhaber*innen sich viel Mühe geben, mit einem guten Angebot guten Service zu bieten.
Das Einzelhandelskonzept, dass der Gemeinderat 2018 verabschiedet hat, scheint schon heute obsolet obwohl es bis 2025 gelten sollte. Es ist höchste Zeit, dass Verwaltung, Politik und Einwohner*innen sich Gedanken um Leinfelden machen. Da darf es nicht nur um den Handel gehen, sondern darum, wie wir eine Stadt für Menschen erreichen können und wollen.
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