
09.10.2026 –
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Wachsende Nutzerzahlen sind der Beweis, dass die Teams der Büchereien sehr gute Arbeit leisten. Klein und Groß fühlen sich rundum wohl und die Angebote werden permanent weiterentwickelt und verbessert. Mehr Nutzer:innen sorgen auch für einen höheren Kostendeckungsgrad, der bei uns deutlich besser als bei vergleichbaren Büchereien ist.
Keine Gebührenerhöhungen!
Die Verwaltung und der Gemeinderat möchten den Aufwärtstrend nicht durch eine Gebührenerhöhung stoppen. Lediglich Säumnis- und Erinnerungsgebühren sollen leicht steigen. Durch Nutzung des digitalen Angebots per App ist das pünktliche Abgeben der Medien jedoch gut möglich, weshalb wir Grünen hier mitgehen können.
Unser Wunsch als Blick in die Zukunft: Warum eine Open Library für Leinfelden-Echterdingen sinnvoll wäre
Büchereien verändern sich. Sie sind längst nicht mehr nur Orte, an denen Bücher ausgeliehen werden. Sie sind als moderne Bibliotheken Lernorte, Arbeitsplätze, Begegnungsstätten und öffentliche Räume. Das Grundprinzip ist einfach: Außerhalb der regulären Zeiten mit Personal können registrierte Nutzerinnen und Nutzer die Bibliothek selbstständig betreten und nutzen. Medien können ausgeliehen und zurückgegeben, Arbeitsplätze genutzt und Räume als Aufenthaltsort besucht werden – auch dann, wenn gerade kein Personal vor Ort ist.
Ein öffentlicher Raum ohne Konsumzwang
Auch bei uns fehlen Orte, an denen man sich einfach aufhalten kann, ohne etwaskaufen zu müssen. Wer sich in ein Café setzt, soll in der Regel etwas konsumieren. Wer in einem Einkaufszentrum verweilt, befindet sich in einem kommerziell geprägten Raum. Öffentliche Plätze wiederum sind abhängig von Wetter, Jahreszeit und Umgebung. Eine Open Library kann hier eine Lücke schließen. Man kann lesen, lernen, Hausaufgaben machen, arbeiten, sich treffen oder einfach eine Stunde verbringen. Für Jugendliche kann die Bibliothek nach der Schule ein attraktiver Treffpunkt sein. Für ältere Menschen kann sie ein Ort gegen Einsamkeitsein. Familien können gemeinsam Zeit verbringen, ohne dass dafür Eintritt oder Konsum notwendig ist.
Klimaanpassung beginnt auch bei öffentlichen Innenräumen
Wenn sich Innenstädte und dicht bebaute Wohngebiete im Sommer stark aufheizen, braucht eine Stadt sogenannte „kühle Orte“. Parks und schattige Plätze sind wichtig – reichen aber nicht immer aus. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen können bei großer Hitze von klimatisierten Innenräumen profitieren.
Open Library als Teil unserer kommunalen Klimaanpassungsstrategie
Im Sommer kann sie einen angenehm temperierten Aufenthaltsort, im Winter einen beheizten Raum bieten. Die vorhandene Infrastruktur wird optimiert und über einen längeren Zeitraum und von mehr Menschen genutzt.
Mehr Freiheit – ohne auf Sicherheit zu verzichten
Natürlich braucht ein solches Konzept klare Regeln. Zugang erhalten beispielsweise registrierte Nutzerinnen und Nutzer über einen Bibliotheksausweis. Selbstverbuchung, Videoüberwachung und technische Zutrittskontrollen sind inzwischen etablierte Bestandteile vieler Open Libraries, die es in Deutschland bereits gibt.
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