
17.07.2026 –
In den elf Klassen der Grundschule werden 234 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im SBBZ, dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum sind es 43 Lernende in neun Klassenstufen. Seit dem Jahr 2010 sind die Hauptschülerinnen und Werkrealschüler in der Leinfelder Ludwig-Uhland-Schule.
Bis zum Bau der neuen Bücherei in Stetten, zusammen mit dem Kindergartengebäude, waren die Bücher in der Rotunde der Lindachschule untergebracht, einem Anbau aus den 90er Jahren. Bis jetzt bietet die Lindachschule eine Schulkindbetreuung an, macht sich aber auf den Weg zur Ganztagesschule.
Neubau entlang der Jahnstraße und energetische Sanierung des Altbaus
Schon lange gibt es Überlegungen zu einer Komplettsanierung des Schulareals und der Festhalle. Ein Wettbewerbsverfahren mit Preisgericht brachte ein Freiburger Architektenbüro hervor, das nun bereit ist, seinen erstplatzierten Entwurf weiterzuentwickeln. Dahingehend, dass rund 500qm Raumfläche eingespart werden und eventuell die Sanierung des Altbaus zeitlich vor den Neubau gezogen wird. Ein Schulgebäude auf den neuesten Stand der Technik zu bringen ist mit dem Fenstertausch nicht getan und die Sommerferien reichen dazu auch nicht.
Zeitplan passt nicht zur Entwicklung der Schülerzahl
Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat wollten alles gut und richtig machen und wollen das auch noch, aber der Zeitplan des Um- und Neubaus passt nicht zur prognostizierten Zahl der Schülerinnen und Schüler: Die meisten Kinder werden vor der Fertigstellung erwartet. Kurzfristig ist deshalb der Technische Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt und hat den Baubeschluss ausgesetzt. „Aufgrund der aktuellen Finanzlage, sowie der Rückmeldung durch das Fachamt, dass der Bedarf an der Schule merklich gesunken ist, soll der Baubeschluss zunächst nicht gefasst werden.“ Auch wird jetzt geprüft, ob die Vereinsküche der Festhalle zum Kochen des Mittagessens genutzt werden kann.
Schule als Haus des Stadtteils
Das Büro zeigte in der Sitzung auf, welche Räume die beiden Schularten gemeinsam nutzen können. Wenn Kinder und Jugendliche sich länger im Schulhaus aufhalten, werden Aula, Foyer und Flure anders gestaltet. Mehrfachnutzung der Räume, im Planerdeutsch „Steigerung der Flächeneffizienz“ wird auch für die Abendstunden überlegt. Denn was geht eigentlich abends in einem Schulhaus? Kann ein Schulhaus zu einem Haus des Stadtteils werden? Mit einem Facillity Manager, der immer da ist und alles kann? Immerhin sieht die Klimaanpassung des Gebäudes eine Fußbodenheizung vor, die auch ein bisschen kühlen kann und eine „Nachtluftspülung“ der Räumlichkeiten. Die finanzielle Größenordnung bewegt sich um die 20 Millionen Euro bei knapp 3 Mio Fördermittel.
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