BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Leinfelden-Echterdingen

Grüne Fraktion stimmt zu

Leinfelden-Echterdingen führt eine Übernachtungssteuer ein

10.07.2026 – von David Armbruster –

Eine große Mehrheit der Mitglieder des VKS (Verwaltungs-, Kultur- und

Sozialausschuss) hat am Dienstag positiv vorberaten, eine Übernachtungssteuer

einzuführen. Die Steuer soll als Pauschalbetrag in Höhe von 4,00 € je erwachsene

Person und Übernachtung erhoben werden und ab dem Jahr 2028 etwa 2

Millionen € jährlich in die Stadtkasse spülen.

Grüne stimmen zu: Verursacherprinzip und faire Lastenverteilung

Besonders der ohnehin PKW-verstopfte Stadtteil Echterdingen ist Gastgeber für

hunderttausende Übernachtungen im Jahr. Wenn man Echterdingen als eigenen

Stadtteil betrachtet, dürfte er mit etwa 20 bis 30 Übernachtungen je Einwohner:in

bundesweit zu den touristisch bzw. geschäftsreiseintensivsten Stadtteilen

außerhalb klassischer Urlaubsregionen (z.B. Skigebiete) gehören. Die Gäste nutzen

unsere Straßen, den öffentlichen Raum, die Sicherheit und die kommunale

Infrastruktur. Es ist deshalb nur fair, dass auch diejenigen, die unsere Stadt

zeitweise nutzen, einen kleinen Beitrag zu deren Finanzierung leisten. Die

Übernachtungssteuer setzt genau dieses Verursacherprinzip um.

Zusätzliche Einnahmen ohne Belastung der Bürger:innen

Jeder Euro, den wir über eine Übernachtungssteuer einnehmen, muss nicht über

höhere Gebühren oder Steuern von unseren Einwohner:innen finanziert werden.

Gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte ist es verantwortungsvoll,

auch diese Einnahmequellen zu erschließen.

Standortvorteile bleiben erhalten - Kritik der Hoteliers aus Grüner Sicht

unbegründet

Die Attraktivität Leinfelden-Echterdingens beruht vor allem auf der unmittelbaren

Nähe zum Flughafen, zur Messe und zu zahlreichen Unternehmen. Diese

Standortvorteile bleiben auch mit einer Übernachtungssteuer bestehen. Die

Entscheidung für ein Hotel wird in erster Linie von der Lage und der Erreichbarkeit

bestimmt – nicht von wenigen Euro pro Nacht. Besonders für unsere Gäste ist Zeit

auch Geld und wir sind eben direkt dran an Messe und Flughafen.

Vergleich mit anderen Städten

Immer mehr Städte erheben eine Übernachtungssteuer. Auch im direkten Umfeld

gibt es inzwischen entsprechende Modelle. Leinfelden-Echterdingen würde daherkeinen Sonderweg gehen, sondern sich an einer inzwischen weit verbreiteten

kommunalen Finanzierungspraxis orientieren.

Investition in die Qualität des Standorts

Die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer tragen dazu bei, unsere Stadt

attraktiv zu halten – für Gäste ebenso wie für unsere Bürgerinnen und Bürger.

Investitionen in Sauberkeit, Mobilität, Grünanlagen, Veranstaltungen oder

Sicherheit stärken letztlich auch den Hotel- und Wirtschaftsstandort selbst. Eine

gut eingesetzte Übernachtungssteuer ist deshalb keine Belastung des Tourismus,

sondern eine Investition in die Zukunft ganz allgemein.

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