08.10.21 –
Augsburg hat es, Jena hat es, Würzburg hat es, Freiburg und Köln haben es auch: Ein oder mehrere Taubenhäuser und Taubentürme, in denen Stadttauben wohnen können. Es geht darum, einem gesunden, stadtverträglichen Taubenbestand Unterkunft zu bieten, wo die Tiere Nachbarschaft leben können. Aus drei Gründen: Es ist eine tierschutzkonforme Lösung, die Eier können aus den Gelegen genommen werden und der Kot in der in der Umgebung wird weniger.
Die Stadttaube ist weder Wildtier noch Schädling. Vergiften, Abschuss und ähnliche Methoden zur kurzfristigen Taubenreduktion verstoßen gegen das Tierschutzgesetz. Tauben sind standorttreu und können deshalb durch Futter an den Taubenschlag gewöhnt werden. Sie nisten und brüten dann unter Kontrolle und setzten nach Angaben der Stadt Neuss 80% des Kotes in den Schlägen ab. Augsburg entsorgt über 5 Tonnen pro Jahr und liest hunderte von Eiern ab und tauscht sie gegen Attrappen aus.
Ein Taubenhaus kann auf dem Dach eines Wohnblocks stehen, oder ebenerdig sein. Es ist begehbar und hat meist die Form eines Containers, weniger entspricht es dem idyllischen Holzturm vom Bauernhof. Es braucht Betreuung durch Tierfreundinnen und Taubenwarte sowie Akzeptanz und Unterstützung durch Stadtverwaltung und Bevölkerung. Zum Beispiel gehört ein Fütterungsverbot an anderen Plätzen dazu. Netze zum Schutz vor Verschmutzung an Balkonen oder S-Bahndächern könnten mit der Zeit entfernt werden.
Mit der Errichtung eines betreuten Taubenschlages sollte die Stadt vorangehen und die Betreibung einem Unternehmen oder einer Bürgerinitiative eigenverantwortlich überlassen. Ähnlich wie bei den Schafen und Ziegen, die seit der Errichtung des Ziegenstalls am Eichberg in Musberg das Gras niederhalten, das davor vom Bauhof gemäht werden musste. Wir werden dazu einen Haushaltsantrag stellen und hoffentlich gemeinsam dem Stadttaubenprojekt zu einer Mehrheit verhelfen. Ein Antrag der SPD ging letztes Jahr schon in die gleiche Richtung.
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