BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Leinfelden-Echterdingen

Stadtputzete 2026

24.03.2026 – von Martin Klein

Am 21. März fand im Stadtgebiet die alljährliche Putzete statt. Super vorbereitet durch die Stadtverwaltung, insbesondere Sandra Czernotzky, durch den ADFC, besonderer Dank an Moni Kopf,  dem Jugendgemeinderat, allen voran Simon Hauser und dem TV Echterdingen. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden bei der Vorbereitung und Durchführung. Es kamen mehr als 7,5 m³ Müll zusammen und es haben sich über 32 Gruppen beteiligt. Auch unser OB Ruppaner und Bürgermeister Kalbfell halfen aktiv mit.

Müll in unserer Umwelt

Traurig ist, dass so viel Müll in der Landschaft liegt. Vom Joghurtbecher, über Kaffeebecher und Deckel bis hin zu einem Kühlschrank konnte alles in Hecken, Feldern und Wiesen gefunden werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft ist es Unachtsamkeit. Nach dem Verzehr eines Schokoriegels steckt man die Verpackung in die Hosentasche. Später fällt sie dann heraus. Aber es gibt leider auch Menschen, die werfen ihren Verpackungsmüll mutwillig in die Umwelt. Hierfür sollten die Strafen drastisch erhöht werden. So kostet in Berlin ein weggeworfener Zigarettenstummel 120€. Auch bei uns LE sollte das so gehandhabt werden. Schließlich zersetzen sich diese erst nach 10 bis 15 Jahren. Zudem lösen sich in dieser Zeit die giftigen Stoffe und gelangen in die Umwelt.
 
Mikroplastik
Verpackungsmüll besteht häufig aus Plastik. Dieses kann nicht verrotten und zerfällt zu Mikroplastik. Gerade auf Ackerböden ist das besonders problematisch. Denn bei der Ernte wird das Plastik mit zermahlen. Auch in Meersalz ist Mikroplastik, im Mineralwasser und und und. Pro Woche nehmen wir etwa 5mg auf, was etwa einer Scheckkarte entspricht. Die Folgen sind noch nicht absehbar. Gesund ist das jedenfalls sicher nicht.

Artensterben

Die Plastikabfälle haben aber auch direkt brutale Folge für das Artensterben. So bauen unsere Vögel ihre Nester mit Plastikabfällen. Wir haben bei der Putzete weggeworfene Kleidung gefunden. Hier hatten Vögel und Nagetiere das Futter aufgerissen und sich für den Nestbau bedient. Hierbei verschlucken die Tiere Fasern, ihre Jungen spielen damit und verwickeln sich darin. So gehen jährlich zigtausende von Tieren jämmerlich zugrunde.

Ein kleiner Schritt – viele müssen folgen

Die Putzete ist ein kleiner, wichtiger Schritt. Aber es muss früher los gehen. Verpackungen und Müll dürfen nicht in die Umwelt gelangen. Das muss in den Köpfen beginnen. In die Natur werfen muss out sein. Zudem muss man der Verpackungsflut begegnen. Dazu würde eine Verpackungssteuer, oder finanzielle Anreize für Mehrwegverpackungen richtige Anreize schaffen. Tübingen und Mannheim sind da deutlich weiter als wir in LE.
Wir müssen auch bei uns beginnen – so können wir Müll aufheben, wenn wir welchen sehen, wir können Menschen ansprechen, die Müll einfach in die Umwelt werfen. Und wir können Verpackungsmüll vermeiden. Packen wir's an. Es gibt keinen Planet B.
 

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