22.04.2026 –
Knapp 100 000 Euro zahlt die Stadt im Jahr an die Netze BW GmbH, damit diese das gesonderte Netz der Straßenbeleuchtung sowie die Masten betreibt und Instand hält. Passieren Unfall-, Vandalismus- und Witterungsschäden, müssen sie zusätzlich vergütet werden.
Die Stadtverwaltung hat nun vorgeschlagen, einige Leistungen selbst zu erbringen und zum Beispiel auf das Geoinformationssystem zurückzugreifen. Schäden an Erdkabeln können so zeitnaher erfasst und nachverfolgt werden. Die Schadensbehebung kann dann künftig direkt mit dem Tiefbauamt abgewickelt werden und/oder in enger Abstimmung mit der beauftragten Unterhaltungsfirma.
Die Umrüstung und der Ersatz von defekten Leuchten und Schaltschränken sowie die Standsicherheitsprüfungen und die Stromkosten werden separat vergütet. Dennoch verspricht sich die Stadt durch eine Neuausschreibung rund die Hälfte der Kosten einsparen zu können. Im Technischen Ausschuss gab es dafür einen einstimmigen Auftrag.
Zum doppeldeutigen Wort der „Unterhaltung“ bei der Unterhaltung der Straßenlaternen: Unterhalten sich zwei Straßenlaternen: „Wind und Wetter können uns ganz schön zusetzen?“ „Ja, davon kannst du ausgehen!“
Dass der komplette städtische Haushalt nach Einsparmöglichkeiten durchforstet wird, zeigt das obige Beispiel. Arbeitsabläufe sollen optimiert und effizienter werden. Dagegen ist nichts einzuwenden und manches Potential wird gehoben werden können.
Vorsicht ist geboten, wenn das Bundesinnenministerium und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei den Sprachkursen sparen will. Seit Ende letzten Jahres werden Personen, die freiwillig einen Deutschkurs besuchen wollen, nicht mehr kostenfrei gestellt. Das muss schief gehen. Spracherwerb in einem fremden Land ist das beste Fundament. Kurzfristig können hier zwar Kosten reduziert werden, die langfristig aber woanders und dann höher zu Buche schlagen.
Kommunen müssen teuer reparieren, was an anderen Stellen vermeintlich eingespart wird. Oberbürgermeister Otto Ruppaner und die anderen OB des Landkreises haben zusammen mit dem Landrat einen offenen Brief an das BAMF und die Bundestagsabgeordneten des Kreises geschrieben. Darin begründen sie, warum die freiwillige Teilnahme an einem Sprachkurs wieder gefördert werden soll. Vorbeugen ist nun mal besser als Heilen - das ist beim Zahnarzt so und beim Klimaschutz auch.
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