01.10.23 –
Wir Grüne erwarten, dass Barrierefreiheit zur Selbstverständlichkeit in Leinfelden-Echterdingen wird. Dafür bedarf es nicht immer eine große und aufwändige Maßnahme. Es ist sehr wohl möglich, mit „kleinen Lösungen“ viel zu erreichen. Dies zeigte die kurze Diskussion zum Stadtmuseum in der Sitzung des Gemeinderates letzte Woche. Jahrelang ist bereits die Rede von einer aufwändigen Sanierung, die einen sehr teuren Fahrstuhl „von außen angeklebt“ ans historische Gebäude mit sich brächte. Wir bekräftigten daher den jüngsten Vorschlag, einen Treppenlift in den Bestand zu integrieren. Gemeinsam mit dem Förderverein Stadtmuseum LE möchte die Verwaltung eine schnelle Lösung realisieren.
Gebäude, Wege und Plätze müssen so gestaltet werden, dass sie für alle Menschen ohne Barrieren und ohne fremde Hilfe zugänglich sind. Neben Lösungen für ältere oder in der Mobilität eingeschränkte Menschen ist es genauso wichtig, besonders Kindern und Familien ein lebenswertes Umfeld zu bieten. Beides lässt sich vereinen, wenn im öffentlichen Raum Barrieren abgebaut werden und freie Zugangsmöglichkeiten entstehen.
Auch Personen, die nur zeitweise in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, profitieren unmittelbar von Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit. Dazu gehören Schwangere, Eltern mit Kindern, Kranke oder Reisende mit Gepäck.
Nur wer sich auf den Wegen wohl und sicher fühlt, geht gern zu Fuß und lässt damit das Auto auch mal mit gutem Gefühl stehen. Haben die Menschen berechtigterweise Angst, dass es auf Gehwegen zu Konflikten mit Autos, Mülltonnen oder Stolperfallen kommt, bleiben sie dem Auto treu. Die meisten Kinder fahren gerne Fahrrad und benennen es als ihr liebstes Fortbewegungsmittel. Jüngere Kinder aber dürfen nicht auf der Straße fahren und auf den meisten Gehwegen ist zu wenig Platz. So ist in Leinfelden-Echterdingen für viele Familien das Radeln mit Kindern zu gefährlich. Kein Wunder, dass es mehr Elterntaxis denn je gibt.
Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass jede Bushaltestelle unserer Stadt mit einer Fahrplananzeige in Echtzeit (DFI „Dynamische Fahrgast Information“) ausgestattet wird. Eine DFI dient der sofortigen Orientierung auch ohne Fahrplankenntnis und hilft Menschen mit Sehschwäche durch akustische Durchsagen. Unser „digitaler“ On-Demand-Verkehr, der VVS-Ryder, wird online per App bestellt und soll, wenn das Angebot endlich ausgeweitet wird, auch gut die Stadtteile Musberg und Stetten erreichen. Für viele Menschen wäre die Weidacher Steige dann endlich keine Barriere mehr.
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