Lärmaktionsplan

27.02.24 – von Ingrid Grischtschenko

Noch im November 2023 hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats das externe Büro Planung + Umwelt mit der Erstellung des Lärmaktionsplans Stufe 4 betraut. Die Auslegung zur Beteiligung der Öffentlichkeit wird von der Stadt vorbereitet. Bereits im Juni 2014 wurde ein solcher Plan für den Flughafen Stuttgart erstellt. Dieser wird nun auf der Grundlage der Lärmkartierung aus dem Jahr 2022 überprüft. Bis einschließlich Dienstag, 26. März 2024, kann zu dem Entwurf gegenüber dem Regierungspräsidium Stuttgart schriftlich oder elektronisch per E-Mail an abteilung5@remove-this.rps.bwl.de Stellung genommen werden.

Verbesserung der Lärmsituation angestrebt

Durch weniger Flugbewegungen, leisere Flugzeuge und passiven Schallschutz (Fenster) wird die Lärmsituation tatsächlich verbessert. In Leinfelden-Echterdingen, Schönaich und Steinenbronn hat sich die Anzahl der betroffenen Wohnungen und der darin Wohnenden gegenüber 2017 aber erhöht.

Das seit Februar 2023 im Probebetrieb eingeführte Abflugverfahren TEDGO neu im Tagzeitraum kann die Gesamtzahl der von Fluglärm betroffenen Personen im Osten des Flughafens geringfügig reduzieren (ca.2%), wenn man die Lärmpegel ab 55dB(A) betrachtet. Jedoch: die Gemeinden, die neu belastet werden, liegen zwar rechnerisch unter diesem gemittelten Pegel, empfinden aber die neuen Einzelschallereignisse als ungewöhnlich und extrem störend, besonders in der Morgenstunde zwischen 6.00 und 7.00 Uhr.

Flughafenchef ausgleichend

Bei einer Veranstaltung im Januar in Aichtal bewies der neue Flughafenchef Heppe diplomatisches Geschick. „Ich muss mit allen Kommunen klarkommen.“ Deshalb wolle er die Ergebnisse des nun auslaufenden Probebetriebs abwarten und sich dann in der Fluglärmkommission auf keine Seite schlagen. Was allerdings mit der neuen Flugroute passiert, wenn es keine Mehrheit mehr für sie gibt - da verwies der Chef auf das Bundesamt für Flugsicherung (BAF).

Mehr Ruhe auf den Fildern

Abhilfe kommt noch von einer anderen Richtung. Angesichts deutlich rückläufiger Briefmengen will der Bund das Postrecht neu regeln. Um das Porto auch künftig unter dem europäischen Durchschnitt halten zu können, werden die maximal zulässigen Brieflaufzeiten verlängert. Der Effekt für uns auf den Fildern: Die Deutsche Post kann auf besonders teure und klimaschädliche Nachtpostflüge verzichten. In Summe geht es pro Monat um 80 bis 100 An- und Abflüge, die zwischen Mitternacht und 1 Uhr erfolgen. Die Nächte auf den Fildern dürften also absehbar für viele Menschen etwas ruhiger werden. Der alten Forderung der Schutzgemeinschaft Filder kommt man damit auch etwas näher: 8 Stunden Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr.

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Flughafen | Lärm

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