30.09.2019

Von: Uwe Janssen

Mit Ideen von gestern der Klimakrise begegnen?

Oder mit Ideen von gestern die Filder erhalten? Beides hängt zusammen, denn die Veränderung unseres Klimas bedroht auch die Filder. Bei Hitze und zu wenig Regen können selbst die besten Böden nicht genug Wasser speichern. Bei Starkregen läuft das Wasser oberflächlich ab und verursacht Überschwemmungen, der Boden kann es aber nicht aufnehmen. Dennoch sind diese Böden zu schützen, denn einmal betoniert kann in keinem Fall mehr Wasser gespeichert werden oder Kraut wachsen.

Altes Denken

In der Zeitschrift Opens external link in new window‚Region Stuttgart Aktuell‘ 3/2019 sagt OB Roland Klenk: „uns (ist) die Bewahrung unserer ländlichen Idylle sehr wichtig. Die dörfliche Struktur mit Fachwerkbauten und Einzelhandel muss erhalten bleiben, ohne sich neuen Entwicklungen zu verschließen.“ Kein Wort zur Landwirtschaft, die mit der von Klenk propagierten ‚Neuen Mitte‘ weitere 60 Hektar verlieren würde, ohne dass es irgendwo Ersatzflächen gäbe. Schöne Idylle, eher ein Museum - aber wer will schon in einem Museum leben?!

Noch ist die Mitte zwischen Echterdingen udn Leinfelden grünDa soll es die ‚Neue Mitte‘ richten. Braucht LE eine neue Stadtmitte? Man mag ja bedauern, dass eine Reformstadt wie unsere kein Stadtzentrum hat, ändern kann man es aber nicht. Was immer in der Mitte gebaut werden könnte, kann nie eine Stadtmitte sein. Der Versuch würde zum sofortigen Tod der Ortskerne von Echterdingen und Leinfelden führen. Eine Wohnsiedlung aber kann nie eine Stadtmitte sein, auch nicht, wenn Gewerbe hinzukäme. Eine solche Fehlplanung kann es nicht wert sein, 60 Ha landwirtschaftliche Fläche zu opfern. Altes Denken, das niemandem hilft, auch nicht denjenigen, die dringend Wohnungen brauchen.

Ansiedlung neuer Unternehmen

Altes Denken zeigt Klenk auch bei der Frage der Ansiedlung von Unternehmen. In der ganzen Region Stuttgart wird nicht mehr um Neuansiedlung von Firmen geworben, weil es keinen Platz dafür mehr gibt, wie der leitende Planungsdirektor der Region, Thomas Kiwitt, am 27.9. in der Filderhalle sagte. Und ausgerechnet in Leinfelden-Echterdingen soll von dieser Regel abgewichen werden? Welcher Kreislauf soll da in Gang gesetzt werden? Die erste Bürgermeisterin Eva Noller sagt laut Amtsblatt vom 27.9. „Mehr Einwohner und Arbeitnehmer führen … zu mehr Aufgaben und Ausgaben, investiv und personell.“ Genau so ist es.

Die Stadt muss ihre Mittel dafür einsetzen, den schon hier arbeitenden Menschen Wohnungen zu bieten. Es muss schneller gehen, Flächen wie die des Rathauses in Musberg und andere für den Wohnungsbau frei zu bekommen.

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